Alles über Zahnersatz

Die meisten Erwachsenen haben ihn im Mund: Zahnersatz. Anders als bei manchen Tierarten wachsen Zähne beim Menschen nicht nach, weder ganz noch in Teilen; abgenutzter Zahnschmelz etwa bildet sich nicht wieder neu.

Verschiedene Ursachen können dazu führen, dass Zähne verloren gehen: Karies und Parodontitis sind weit verbreitete bakterielle Zahnerkrankungen. Wenn sie nicht frühzeitig behandelt werden, ist die Folge oft Zahnverlust. Auch bei einem Unfall können Zähne beschädigt werden. Oder es sind schon bei der Geburt nicht alle Zähne angelegt (Hypodentie). Eine Zahnlücke zu schließen, ist keineswegs nur ein rein ästhetisches Erfordernis. Das Gebiss und der Kiefer haben eine eigene Statik, die intakt sein muss, um die Kaufunktion zu erhalten. Dies gilt auch für den Backenzahnbereich, wo eine Lücke zwar optisch nicht auffällt, aber dennoch langfristig Schäden verursacht. Zahnersatz ist immer medizinisch notwendig und gehört aus diesem Grund zu den Regelleistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.

Welche Möglichkeiten für Zahnersatz gibt es?

Zahnersatz ist ein Oberbegriff, der so unterschiedliche Maßnahmen wie Kronen und Totalprothesen (die „Dritten“) einschließt. Man teilt Zahnersatz wie folgt ein: Zum festsitzenden Zahnersatz gehören Kronen, Brücken oder Implantate. Zum herausnehmbaren Zahnersatz zählen Total- und Teilprothesen. Kombinierter Zahnersatz besteht aus einem fest verankerten Teil, auf den eine herausnehmbare Komponente zum Beispiel aufgesteckt werden kann. Diese ist nicht mit Zement oder Klebstoff befestigt. Welche der vielfältigen Ausführungen von Zahnersatz im Einzelfall gewählt wird, hängt von einer Reihe von Kriterien ab: Medizinische und anatomische Aspekte, Kostenfaktor und Ästhetik. Wir helfen jedem Patienten individuell, die für ihn beste Lösung zu finden. Rufen Sie uns unter 089 399 126 an oder vereinbaren Sie Online einen Termin!

Was sind die Vor- und Nachteile von festsitzendem Zahnersatz?

Wenn eine große Lücke geschlossen werden soll, stehen Patienten oft vor der Wahl zwischen herausnehmbarer Prothese oder Implantat bzw. Brücke. Künstliche Wurzeln / Implantate werden auch gesetzt, um eine Brücke oder herausnehmbare Prothese zu tragen, wenn keine eigenen Zähne vorhanden sind, die dies übernehmen können. Immer mehr Patienten entscheiden sich für Implantate. Festsitzender Zahnersatz bietet tatsächlich eine Reihe von Vorteilen: Beim Kauen und Sprechen bemerkt der Träger keinerlei Beeinträchtigung. Zudem erfolgt der Abbau des Kieferknochens, der bei Zahnverlust einsetzt, deutlich langsamer, wenn Implantate gesetzt werden. Allerdings gibt es auch Nachteile: Das Setzen von Implantaten nimmt mehr Zeit in Anspruch und bringt höhere Kosten mit sich. Treten in seltenen Fällen Komplikationen auf oder wird das Implantat beschädigt, so ist die Reparatur bzw. Behandlung natürlich aufwändiger als bei herausnehmbaren Anfertigungen.

Was sind die Vor- und Nachteile von herausnehmbarem Zahnersatz?

Nicht nur die Reparatur, auch die Reinigung ist bei herausnehmbaren Prothesen einfacher. Für größere Lücken stellen sie eine preislich günstige Lösung dar. Sie erfordern weniger Behandlungsaufwand und keinen chirurgischen Eingriff. Dem steht ein geringerer Komfort für den Träger gegenüber als bei festsitzenden Alternativen. Totalprothesen („dritte Zähne“) haben keine Befestigung, sondern haften am Gaumen durch Unterdruck, das heißt, sie saugen sich an. Die Zunge kann sich allerdings wegen der Gaumenplatte nicht mehr ganz frei bewegen. Am Unterkiefer ist der Halt oft weniger gut als am Oberkiefer. Trägern ist eine gewisse Unsicherheit beim Sprechen und Essen oft anzumerken. Schlecht sitzende Prothesen können außerdem Druckstellen und Schmerzen verursachen.

Wie läuft die Zahnersatz-Behandlung ab?

Eine erste Sitzung dient dem Beratungsgespräch. Für gesetzlich Versicherte erstellt der Zahnarzt dann einen Heil- und Kostenplan, den er bei der Krankenkasse einreicht. Dieser enthält für jeden Zahn den Befund (z.B. fehlender Zahn) und die vorgesehenen Maßnahmen. Bevor die Behandlung beginnen kann, muss dieser Plan von der Versicherung genehmigt werden. Für Zahnersatz müssen immer mehrere Behandlungstermine eingeplant werden. Der Ablauf ist abhängig vom gewählten Zahnersatz und davon, ob ein chirurgischer Eingriff notwendig ist oder nicht. Für die Anfertigung einer Prothese zum Beispiel werden in der Regel vier Sitzungen veranschlagt. Implantate müssen erst mit dem Kieferknochen verwachsen („Einheilung“), bevor gegebenenfalls eine Weiterbehandlung zur Anfertigung einer Brücke oder Teilprothese in Angriff genommen werden kann.

Wird Zahnersatz von der Versicherung bezahlt?

Grundsätzlich: Ja. Zahnersatz ist medizinisch notwendig. Allerdings übernehmen weder die gesetzlichen noch die privaten Versicherer in der Regel die Gesamtkosten. Die meisten Tarife für Privatversicherte sehen eine Übernahme in Höhe von 50 bis 80 Prozent vor. Den gleichen Anteil übernimmt auch die gesetzliche Krankenkasse, allerdings nur zur Standardtherapie. Wer höherwertigen Zahnersatz bzw. zahnärztliche Behandlungskosten in voller Höhe absichern möchte, kann eine Zahnzusatzversicherung abschließen.

Wieviel kostet Zahnersatz?

Der Heil- und Kostenplan enthält die Höhe des Festzuschusses der gesetzlichen Versicherung zur sogenannten Regelversorgung (Standardtherapie). Der Festzuschuss zur Grundversorgung beträgt stets 50 Prozent. Die Kasse prüft, ob darüber hinaus ein Bonusanspruch besteht und in welcher Höhe. Der Zuschuss kann sich bei regelmäßiger Vorsorge um weitere 20 bzw. 30 Prozent erhöhen. Im für ihn bestimmten Teil des Heil- und Kostenplans kann der Patient erkennen, wie hoch die Mehrkosten sind. Hat sich der Patient für ein Implantat entschieden, ist der Eigenanteil höher, verglichen mit einer günstigeren Brückenlösung. Betragen die Kosten der Standardtherapie beispielsweise 1000 Euro, so erhält der Versicherte 500 Euro Festzuschuss sowie weitere 200 bzw. 300 Euro (für fünf bzw. zehn Jahre ohne Unterbrechung nachgewiesene Kontrolluntersuchungen). Entscheidet er sich für höherwertigen Zahnersatz, bleibt der maximale Zuschuss dennoch bei 800 Euro.

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