Alles zu Weisheitszähne OP, Schmerzen, Risiken und Kosten

Hat sie eigentlich jeder? Müssen sie immer raus? Oder haben sie eine wirkliche Funktion? Um unsere Weisheitszähne ranken sich viele Fragen und Mythen. Es ist also höchste Zeit, mit den größten Irrtümern aufzuräumen.

Was sind Weisheitszähne?

Unsere Weisheitszähne liegen von der Mitte aus gezählt an achter Stelle in unserem Gebiss. Sie sind also unsere hintersten Backenzähne. Normalerweise hat ein Mensch vier davon, in jedem Gebiss-Quadranten einen. Weisheitszähne können dabei unterschiedliche Formen haben: Meistens treten sie mit drei oder vier Höckern auf. Auch ihre Wurzeln sind dabei nicht immer gleich. Sie können in ihrer Anzahl voneinander abweichen und gekrümmte, aber auch gebogene Hälse haben.

Wann kommen Weisheitszähne?

Der Weisheitszahn ist der letzte Zahn, der beim Menschen durchbricht. Denn während der eigentliche Zahnwechsel im Alter von 12 Jahren endet, entwickelt sich der Weisheitszahn später. In der Regel macht er sich zwischen dem 18. und dem 25. Lebensjahr äußerlich bemerkbar. Wann genau ein Weisheitszahn durchkommt, kann individuell sehr unterschiedlich sein. In seltenen Fällen passiert dies im hohen Alter, manchmal nie. Es kann auch vorkommen, dass nur drei, zwei Zähne oder lediglich ein Zahn durchkommt.

Wann müssen Weisheitszähne raus?

Nicht alle Weisheitszähne müssen zwangsläufig entfernt werden. Es kommt jedoch häufig vor, dass sie uns Probleme bereiten. Der Weisheitszahn ist gewissermaßen ein Überbleibsel aus der Steinzeit, als die Speisen der Menschen noch härter und zäher waren. Im Laufe der Evolution veränderten sich jedoch die Essgewohnheiten. Der Mensch fing an, weich gekochte Nahrung zu sich zu nehmen. Der einst starke und große Kiefer bildete sich darauf allmählich zurück, doch die Anzahl die Weisheitszähne blieb. Unser Kiefer ist nun eigentlich zu klein für die Vielzahl unserer Zähne. Die Weisheitszähne haben deswegen nicht mehr genügend Platz. Oft liegen sie seitlich oder schräg und drücken so gegen die schon vorhandenen Zähne. Das ist nicht ungefährlich, da die Wurzel eines Nachbarzahns dabei unwiderruflich geschädigt werden kann. Aufgrund des Platzmangels kann es auch passieren, dass ein Weisheitszahn nicht vollständig durchkommt. Bei einem solchen Fall droht häufig Entzündungsgefahr. Denn da der Zahn nur zur Hälfte durchgebrochen ist, ist er noch ein wenig von Schleimhaut ummantelt. Unter dieser siedeln sich gerne Bakterien an, die eine permanente Entzündung verursachen können. Dass darauf schwerwiegende Infektionen und Abszesse entstehen, ist nicht unwahrscheinlich. Eine Operation in einem solchen Fall ist unumgänglich.

Häufig muss ein Weisheitszahn auch aus einem ganz anderen Grund gezogen werden: dem Entstehen von Karies. Beim Weisheitszahn ist sie nichts Ungewöhnliches, da wir ihn beim Zähneputzen mit der Zahnbürste kaum erreichen können.

Wie werden Weisheitszähne entfernt?

Eine Weisheitszahnoperation kann in der Regel ambulant in unserer Zahnarztpraxis in München durchgeführt werden. Individuell beraten wir unsere Patienten und finden gemeinsam mit ihnen den passenden Behandlungsweg. Je nach Wunsch können alle Weisheitszähne auf einmal entfernt werden oder in zwei Etappen pro Kiefernhälfte. Auch bei der Betäubung gehen wir auf unsere Patienten persönlich ein. Unter Lokalanästhesie können die meisten Behandlungen schmerzfrei durchgeführt werden. Wenn Behandlungsängste bestehen oder sich ein Fall als komplizierter erweist, kann eine Operation aber auch unter Vollnarkose durchgeführt werden.

Wie läuft eine Weisheitszahn-OP ab?

Eine Weisheitszahn-OP dauert nicht lange. Auf 20 bis 60 Minuten sollte sich der Patient einstellen. Die Operation beginnt noch vor den ersten Schritten mit der Anästhesie, so dass die Operation für den Patienten schmerzfrei ist.

Die Zahnentfernung leitet der behandelnde Arzt ein, indem er das Zahnfleisch mit einem Skalpell öffnet. Er klappt es zur Seite und bohrt sich einen Zugang zum betroffenen Areal. Die Zahnkrone wird darauf freigelegt, der Zahn chirurgisch geteilt und Stückchen für Stückchen entnommen. Zum Schluss wird das Zahnfleisch wieder zugeklappt und die Wunde vernäht.

Gibt es Alternativen zur Entfernung von Weisheitszähnen?

Bereitet ein Weisheitszahn Probleme, sollte man ihn in der Regel entfernen lassen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, eine mittelfristige Therapie in Angriff zu nehmen, wenn der schmerzende Weisheitszahn noch nicht ganz durchgebrochen ist. Bei dieser Symptomatik handelt es sich um eine sogenannte akute Perikoronitis: eine Entzündung des Zahnfleischs, das den Weisheitszahn bedeckt. Diese kann gestoppt werden, indem der behandelnde Arzt die Eintrittspforte, also den Raum zwischen Zahn und Zahnfleisch, reinigt und infiziertes Sekret abfließen lässt. Zahnfleisch wird dabei meistens entfernt und eine Art „Streifen“ in die Wunde gelegt. Auf diesem kann nun vollständig das infizierte Wundsekret abfließen.

Was kann ich gegen Schmerzen bei Weisheitszähnen tun?

Ein pochender Schmerz im Kiefer, der sich bis zum Ohr und den Schläfen hochzieht, verbunden mit Schluckbeschwerden, geschwollenen Lymphknoten, Schüttelfrost oder Fieber: All das sind Symptome für Erkrankungen im Mundraum, die von den Weisheitszähnen kommen. Bei einem solchen Beschwerdebild ist es unbedingt nötig, einen Spezialisten aufzusuchen. Rezepte für Hausmittelchen, die entzündungshemmend wirken sollen, helfen dann nicht mehr. In unserer Zahnarztpraxis in Schwabing beraten wir Sie persönlich und finden gemeinsam mit Ihnen den passenden Behandlungsweg, um Sie von Ihren Schmerzen zu befreien.

Wird die Entfernung von Weisheitszähnen von der Versicherung bezahlt?

Wird die Entfernung der Weisheitszähne als medizinisch notwendig erachtet, übernehmen gesetzliche, wie auch private Krankenkassen den Eingriff. Zusätzliche Kosten können lediglich anfallen, wenn auf Wunsch des Patienten die Operation unter Vollnarkose durchgeführt wird.

Was kostet eine Weisheitszahn- OP?

Die Kosten können für eine OP mit Vollnarkose können 800,- bis 1.000,- Euro betragen.

Haben Sie weitere Fragen zu Weisheitszähne?

Rufen Sie uns an unter 089 399 126 oder vereinbaren Sie online einen Termin

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