Die richtige Zahnputztechnik und Zahnbürste

Von klein auf wird uns nahegelegt, wie wichtig es ist, dass wir unsere Zähne regelmäßig und gründlich putzen. Egal ob Groß oder Klein – für alle gehört die Zahnhygiene zur Alltagsroutine. Trotzdem sind Erkrankungen an den Zähnen keine Seltenheit, denn es gibt so einiges, was bei der täglichen Reinigung falsch gemacht werden kann. Die richtige Technik, die Wahl der Zahnbürste oder der Zahncreme… Zähneputzen scheint eine Wissenschaft für sich zu sein.

Warum ist es wichtig, dass ich meine Zähne putze?

Unsere Zähne sind empfindlicher, als wir denken. Denn da sie aus Phosphor und Calcium bestehen, sind sie anfällig für Säuren. Tritt ein Zahn mit Säure in Kontakt, löst er sich allmählich auf und wird so angreifbar für Karies und andere Krankheiten. Dabei ist es ziemlich einfach, dass wir unsere Zähne vor dem Säureangriff schützen: Wir müssen sie nur richtig putzen. Die gefährlichen Säuren sind nämlich kein natürlicher Bestandteil unserer Flora, sie entstehen erst, wenn sich Bakterien aus unserem Mund von Speiseresten ernähren können. Damit die Partikel nicht an unseren Zähnen hängen bleiben, sollten wir sie also regelmäßig und gründlich putzen.

Wie putze ich meine Zähne richtig?

Es gibt einige Techniken, die das Zähneputzen richtig erklären: Methoden von Fones, Stillman, Bass, Charters oder Jackson… Welche zu Ihnen passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: von Ihrem Alter, Ihrer motorischen Fähigkeit, aber auch dem Zustand Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleisches. Wichtig beim Zähneputzen ist jedoch vor allem eins: immer mit System vorzugehen, zwei Mal täglich für zwei bis drei Minuten die Prozedur durchzuführen und dabei Zahnseide, Interdentalbürsten und eine Mundspülung nicht zu vergessen. Wir empfehlen dem Großteil unserer Patienten die (modifizierte) Bass-Methode. Sollte ein Patient jedoch von schwerwiegenden Zahnerkrankungen betroffen sein, raten wir ihm nicht zu dieser Technik. Stattdessen beraten wir ihn in einer Sprechstunde in unserer Praxis in München individuell und zeigen ihm persönlich eine Methode, die perfekt auf seinen Gebisszustand abgestimmt ist.

Die Bass-Methode geht so vor, dass zuerst die Außenflächen, dann die Innenflächen im Unter- und Oberkiefer geputzt werden. Die Zahnbürste wird dabei in einem Winkel von ca. 45 Grad halb auf das Zahnfleisch, halb auf die Zähne gelegt. Unter leichter Druckausübung – so dass sich die Borsten nur ein wenig biegen – und kreisenden Bewegungen wird nun Zahn für Zahn gesäubert. Damit sich auch die kleinsten Partikel aus dem Zahnfleischsaum lösen, empfiehlt es sich immer mal wieder mit „wischenden“ Bewegungen über die Zahnoberfläche zu gleiten – jedoch immer „von Rot zu Weiß“, was nichts anderes heißt als vom Zahnfleisch weg, zur Zahnkrone hin.

Welche Zahnbürste ist die beste für mich?

Zahnbürsten gibt es in vielen unterschiedlichen Farben, Formen und Modellen. Von der Handzahnbürste über die Schwingkopf-Bürste bis hin zur elektrischen Zahnbürste ist alles vertreten.

Die Handzahnbürste ist das beliebteste und günstigste Modell. Mit der von Hand geführten Kurzkopfzahnbürste lassen sich einige Bereiche im Mund besser erreichen und putzen. Doch Zahnbürste ist nicht gleich Zahnbürste. Tatsächlich sind die Unterschiede größer, als viele annehmen. So sind bestimmte Modelle zum Beispiel für eine besonders gründliche Plaque-Entfernung entwickelt worden. Andere wiederum schonen schmerzempfindliche Zähne. Genaues Hinsehen und Vergleichen lohnt sich also. Auch wir beraten Sie gerne und finden in unserer Praxis in München die ideale Zahnbürste für Sie.

Hochwertige Handzahnbürsten verfügen über mittelharte bis weiche Kunststoffborsten mit abgerundeten Borstenenden und einen ergonomischen Handgriff, der eine sichere Führung erlaubt. Ein planes Borstenfeld mit angewinkelten und kreuzweise angeordneten Borsten sowie gebündelten separaten Borstenfeldern dient einer gründlicheren Reinigung der Zahnzwischenräume. Obwohl heute auch wieder Naturborsten im Trend sind, raten wir von diesen aus hygienischen Gründen ab. Eine bessere ökologische Variante ist die Wechselkopfzahnbürste, bei der nur der Kopf ausgetauscht wird. Das Handstück kann länger verwendet werden, wodurch weniger Plastikmüll anfällt.

Wer es beim Zähneputzen ein wenig bequemer haben möchte, greift auf die Elektrozahnbürste zurück. Sie gibt die Bewegungen durch ihren rotierenden Kopf vor. So kann man nicht viel falsch machen, außer zu viel Druck auszuüben. Für sehr empfindliche Zähne und Zahnfleisch empfehlen wir Schallzahnbürsten bzw. Ultraschallzahnbürsten. Schallzahnbürsten reinigen die Zähne mit einer höheren Frequenz als Elektrozahnbürsten und werden häufig als besonders einfach in der Anwendung empfunden und bei besonders empfindlichen Zähnen und Zahnfleisch empfohlen.

Für alle Zahnbürstenarten gilt: spätestens alle zwei Monate die Zahnbürste wechseln!

Verwenden Sie eine neue Zahnbürste, wenn die Borsten vorzeitig abgenutzt sind!

Ansonsten ist die optimale Reinigungsleistung ist nicht mehr gewährleistet, Bakterien lagern sich leichter auf den spröden Borsten ab und Verletzungen des Zahnfleisches werden begünstigt.

Welche Zahnputztechnik ist für Kinder am besten?

Gerade Milchzähne sind besonders anfällig für Karies und andere Zahnerkrankungen. Vor allem auf Kauflächen und Zahninnenflächen lassen sich die ungeliebten Bakterien nieder. Eine kindgerechte Zahnputzmethode, die das aufnimmt, ist die sogenannte KAI-Zahnputztechnik. Der Name „KAI“ erklärt dabei als Eselsbrücke die Technik schon von alleine. Zuerst sind die Kauflächen (K) von Ober- und Unterkiefer dran. Die Zahnbürste wird auf ihnen in horizontaler Richtung entlang der Zähne geführt. Dann kommen die Außenflächen (A). Damit dabei weder Ober- noch Unterkiefer vergessen werden, stellt das Kind zunächst die Schneidezähne aufeinander. Bei den Backenzähnen beginnend werden nun alle Zähne mit großen Kreisbewegungen geputzt. Am Schluss kommen noch die Zahninnenflächen (I). Mit kleineren Kreisen werden diese nun gereinigt. Dann ist das Zähneputzen auch schon geschafft.

Welche Zahnbürste ist die richtige für Kinder?

Um Karius und Baktus an den Kragen zu gehen, haben sich fast alle Hersteller auf Zahnbürsten für Kinder fokussiert. Denn schließlich soll Zähneputzen ja Spaß machen. So übertrumpfen sich die Zahnbürstenhersteller mit Figuren, Bildern, Farben und den skurrilsten Formen für Zahnbürsten. Vom Batman bis zum Motorrad, von Prinzessin Lillifee bis TOPModel – alles scheint geeignet, um den lieben Kleinen das Zähneputzen schmackhaft zu machen. Doch auf das witzige Aussehen sollte es bei einer Kinderzahnbürste nicht in erster Linie ankommen. Achten Sie vielmehr beim Kauf auf einen dicken rutschfesten Griff für einen festen Halt und eine gezielte Führung, einen kleinen Bürstenkopf (max. zwei Zentimeter groß), um alle Zähne putzen zu können und ein multi-tufted-Bürstenfeld, d.h. vielbüschelig angelegte gerade Borsten.

Bei einer elektronischen Zahnbürste für Kinder sollte man einiges beachten, damit die noch sehr weichen Milchzähne oder auch das Zahnfleisch nicht verletzt werden. Kindern sollte man grundsätzlich erst dann eine elektronische Zahnbürste geben, wenn sie bereits die korrekte Putztechnik mit einer herkömmlichen Zahnbürste beherrschen. Es ist nicht bewiesen, dass eine elektrische Zahnbürste Zahnbelag automatisch besser entfernt. Daher sollte nicht einfach eine solche Bürste gekauft werden, sondern erst einmal mit Ihrem Zahnarzt abgesprochen werden. Gerne zeigen wir Ihrem Kind die richtige Putztechnik, bis es sie richtig beherrscht. Dann kann eine elektrische Bürste das Putzen erleichtern und dem Kind mehr Spaß am Zähneputzen bringen.

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